Automatisierung

n8n vs. Make (Integromat): Ein umfassender Vergleich

Detaillierter Vergleich von n8n und Make mit Funktionsumfang, Preisstruktur, Integrationen, Hosting und Zielgruppen.

n8n vs. Make (Integromat): Ein umfassender Vergleich - Automatisierung Artikel über KI-Marketing in Frankfurt
KI Agentur
14 min Lesezeit

n8n vs. Make (Integromat): Ein umfassender Vergleich

Einleitung

n8n und Make (ehemals Integromat) sind zwei beliebte Automatisierungsplattformen, mit denen sich Workflows ohne (oder mit minimalem) Programmieraufwand erstellen lassen. Beide Tools ermöglichen es, Apps und Dienste zu integrieren und wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Philosophie und Leistungsumfang. Im Folgenden vergleichen wir n8n und Make hinsichtlich Funktionsumfang, Preisstruktur, Benutzerfreundlichkeit, Anzahl und Vielfalt der Integrationen, Hosting-Optionen, Erweiterbarkeit, Community & Support, typische Zielgruppen sowie typische Anwendungsfälle. Eine tabellarische Übersicht wichtiger Unterschiede findet sich weiter unten.

(Hinweis: Make war früher unter dem Namen Integromat bekannt; in diesem Vergleich wird der Einfachheit halber durchgängig “Make” verwendet.)

Funktionen und Funktionsumfang

Visuelle Workflows vs. Code-Optionen

Beide Plattformen bieten visuelle Editoren zum Erstellen mehrschrittiger Workflows. Make setzt auf einen Canvas-Stil Editor mit grafischen Modulen (sogenannten Scenarios), in denen jeder Schritt als Modul dargestellt wird. Komplexe Logik kann hier über Router (Verzweigungen), Iteratoren (Schleifen) und Aggregatoren (Zusammenführen von Daten) modelliert werden – und das alles per Drag-and-Drop ohne Code. n8n verfügt ebenfalls über einen modernen Node-basierten Editor, der allerdings stärker auf technische Nutzer zugeschnitten ist. In n8n lassen sich komplexe Abläufe mit Verzweigungen, Bedingungen, Schleifen und sogar Unter-Workflows erstellen. Ein entscheidender Unterschied: n8n erlaubt an jeder Stelle das Einbetten von eigenem Code (JavaScript), um benutzerdefinierte Logik umzusetzen. Dadurch können Automationen in n8n nahezu beliebig erweitert werden – man kann beispielsweise innerhalb eines Workflows individuelle Datenmanipulationen programmieren, was bei Make so direkt nicht möglich ist.

Integrierte Funktionen

Make glänzt mit vielen Out-of-the-box-Funktionen. So bietet die Plattform u. a. eingebaute Fehlerbehandlung, Zeitplan-Steuerung (z. B. Intervalle, Verzögerungen) und die Möglichkeit, Daten im Workflow visuell zu betrachten und zu debuggen. Viele datenverarbeitende Aufgaben lassen sich in Make mit den vorhandenen Modulen lösen, ohne eigenen Code schreiben zu müssen. n8n hingegen punktet mit entwicklerorientierten Features: Neben dem erwähnten Code-Node (JavaScript/Python) verfügt n8n über Webhook-Nodes für eingehende HTTP-Trigger und unterstützt das Erstellen von Sub-Workflows (“Workflow innerhalb Workflow”). Für technisch versierte Nutzer bietet n8n somit developer-grade Möglichkeiten, um komplexe Abläufe mit fein granularer Kontrolle zu realisieren. Neuere Entwicklungen zeigen auch, dass n8n verstärkt KI-Funktionen integriert (z. B. KI-Agents, LLM-Module), während Make bisher primär Basis-Funktionen für Textanalyse oder externe KI-APIs bietet.

Workflow-Komplexität

Beide Tools eignen sich für mehrschrittige Workflows mit Verzweigungen. Make erlaubt es, sehr komplexe Szenarien zu bauen, ohne eine Programmiersprache zu beherrschen. Nutzer können beispielsweise parallel ablaufende Pfade definieren oder JSON-Daten aus mehreren Quellen zusammenführen – all das rein visuell. n8n kann ähnliche komplexe Automatisierungen umsetzen, erfordert dafür aber teils die Nutzung spezieller Nodes oder eigenen Code. Dafür lassen sich in n8n über Code nahezu beliebige Logiken abbilden, was insbesondere bei Sonderfällen hilfreich ist. Zusammenfassend gilt: Make bietet mächtige Funktionen out of the box für komplexe Workflows ohne Code, während n8n maximale Flexibilität durch Code und Anpassbarkeit bietet, was insbesondere in Szenarien jenseits der Standardfunktionen zum Tragen kommt.

Preisstruktur

Die Preismodelle von n8n und Make unterscheiden sich grundlegend. n8n verfolgt ein ausführungsbasiertes Modell, während Make auf einem operationsbasierten Modell aufbaut. Im Folgenden die wichtigsten Punkte zur Preisstruktur und ein tabellarischer Vergleich:

n8n Community Edition (Self-Hosted)

n8n ist als Self-Hosting-Lösung kostenlos verfügbar. Die Open-Source-Community Edition kann auf dem eigenen Server betrieben werden, es fallen keine Lizenzkosten an – lediglich Infrastrukturkosten (Server, Hosting). Dies erlaubt unbegrenzte Workflow-Ausführungen, limitiert nur durch die eigene Hardware. Für viele Unternehmen mit hohem Durchsatz kann dies langfristig die kosteneffizienteste Option sein.

n8n Cloud (gehostet)

Zusätzlich bietet n8n Cloud-Tarife, bei denen nach Anzahl der Workflow-Ausführungen pro Monat abgerechnet wird (unabhängig von der Anzahl Schritte innerhalb eines Workflows). Beispiel: Der Starter-Plan umfasst ca. 2.500 Ausführungen/Monat für rund 20 Euro (jährliche Abrechnung), der Pro-Plan 10.000 Ausführungen für rund 50 Euro. Wichtig: Eine Workflow-Ausführung zählt bei n8n als eine Einheit, egal wie viele Einzelaktionen der Workflow umfasst. Wenn also ein n8n-Workflow z. B. 100 einzelne Schritte (Nodes) durchläuft, wird dafür dennoch nur 1 Execution von Ihrem Monatskontingent abgezogen. Dieses Modell ist vor allem für datenintensive Abläufe sehr wirtschaftlich, weil komplexe Workflows nicht teurer sind als einfache. Höhere n8n-Pläne (Business, Enterprise) erlauben mehr Ausführungen und bieten zusätzliche Features (SSO, erweitertes Monitoring, Support etc.), können wahlweise in der Cloud oder selbstgehostet genutzt werden. Eine kostenlose Cloud-Testphase von 14 Tagen ist verfügbar.

Make Free und Paid

Make bietet ein Freemium-Modell. Es gibt einen dauerhaften Gratis-Tarif mit bis zu 1.000 Operations pro Monat und maximal 15-minütigem Ausführungsintervall. Dieser kostenlose Plan eignet sich zum Kennenlernen, ist aber stark limitiert (z. B. weniger gleichzeitige Szenarien, niedrige Datentransfergrenzen). Für professionelle Nutzung bietet Make mehrere Bezahlpläne, die sich vor allem in der inkludierten Operations-Anzahl unterscheiden. Der Core-Plan startet bei rund 9 Dollar pro Monat und beinhaltet 10.000 Operations pro Monat. Darauf folgen Pro (rund 16 Dollar/Monat für 10k Ops) und Teams (rund 29 Dollar/Monat für 10k Ops) mit zusätzlichen Features (höhere Priorität, Team-Funktionen usw.). Enterprise-Kunden erhalten individuelle Angebote mit noch mehr Operations und exklusiven Funktionen (z. B. Custom Functions, erweiterte Sicherheit, 24/7 Support). Wichtig bei Make: Jeder Schritt (“Module”) in einem Workflow verbraucht einen Credit. Ein Workflow mit 5 Modulen, der einmal ausgeführt wird, zählt also als 5 Operations. Daher steigen die Kosten bei sehr komplexen Szenarien entsprechend an, da jede Aktion berechnet wird. Zusätzlich hat Make pro Plan ein Limit für den Datenverkehr (z. B. rund 5 GB pro 10.000 Operations im Core-Tarif) – datenlastige Workflows können daher das Kontingent schnell erschöpfen. Insgesamt gilt Make als preislich attraktiv für moderate Automations-Umfänge, kann jedoch bei großem Volumen kostspielig werden.

Preisvergleich auf einen Blick

Preisaspektn8n (Cloud & Self-Hosted)Make (Cloud)
Kostenlos nutzbarJa, Self-Hosted Community Edition (unbegrenzt). 14-Tage Cloud-Testversion.Ja, Free-Plan mit 1.000 Operations/Monat, 15 Min. Mindestintervall.
AbrechnungsmodellPro Workflow-Ausführung (eine komplette Run zählt als 1 Einheit, unabhängig von der Schrittanzahl).Pro Aktion/Schritt im Workflow (jede einzelne Operation/Modul verbraucht Credits).
Einstiegstarif (paid)Starter: rund 20 Euro/Monat für rund 2.500 Ausführungen (Cloud, jährl. Zahl.) – Self-Hosting kostenlos.Core: rund 9 Dollar/Monat für 10.000 Operations (bei Jahreszahlung).
Skalierung & LimitsMehr Ausführungen durch Upgrade; Self-hosted nur durch eigene Serverkapazität begrenzt (theoretisch unbegrenzt).Operations-Pakete skalierbar (bis Millionen Credits) gegen Aufpreis; zusätzlich Datenvolumen-Limits pro Plan.
Enterprise-OptionenBusiness/Enterprise-Pläne mit Self-Hosting-Option, SSO, Support, etc.Enterprise-Plan mit Custom Functions, Premium-Support, On-Premise Agent (Daten vor Ort).

Anmerkung: In vielen Szenarien ist n8n bei großem Volumen deutlich günstiger, insbesondere dank der kostenlosen Selbsthosting-Option. Make ist dafür ohne eigene Server nutzbar und bietet im niedrigen/mittleren Bereich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Benutzerfreundlichkeit und Lernkurve

Make – visuell und einsteigerfreundlicher

Make ist für Business- und Power-User entwickelt, die möglichst viel per grafischer Oberfläche erledigen möchten. Die Plattform ist visuell orientiert und intuitiv aufgebaut – Workflows werden als verbundene Blasen (Module) dargestellt, was den Datenfluss klar erkennbar macht. Viele Anwender loben, dass man auf dem Canvas jederzeit sieht, wo Daten entlangfließen und wo evtl. Fehler auftreten – fehlerhafte Module werden deutlich markiert, was Debugging vereinfacht. Allerdings hat Make im Vergleich zu simpleren Tools (wie Zapier) eine etwas steilere Lernkurve: Neue Nutzer müssen zunächst Konzepte wie Router (Verzweigungen), Variablenzuweisung oder manuelles Mapping von Feldern verstehen. Hat man diese Grundlagen verinnerlicht, können jedoch auch Nicht-Programmierer sehr komplexe Automationen bauen. In der Praxis gilt Make als Mittelweg – es ist weniger klick-einfach als ganz einfache Automatisierer, aber deutlich anwenderfreundlicher für komplexe Abläufe als rein entwicklerzentrierte Tools.

n8n – für technisch Versierte

n8n bietet zwar ebenfalls eine Drag-and-Drop-Oberfläche, richtet sich aber klar an ein technisch versierteres Publikum. Die Terminologie und Funktionsweise greifen viele Softwareentwicklungs-Konzepte auf: z. B. muss man verstehen, was JSON-Datenstrukturen sind, wie man mittels Function-Nodes Daten transformiert oder wie Webhooks funktionieren. Die UI von n8n ist modern, aber die Plattform erfordert mehr Einarbeitung als Make – insbesondere, wenn man keine Programmierkenntnisse mitbringt. Einsteiger könnten anfänglich von den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten überwältigt sein. Hat man jedoch einen technischen Hintergrund, bietet n8n eine sehr konsistente und mächtige Benutzererfahrung: Entwickler schätzen z. B. das “Pinned Data”-Feature, mit dem man beim Testen Teildaten fixieren kann, um Workflows Schritt für Schritt durchzugehen. Auch globale Error-Workflows und detaillierte Ausführungs-Logs kommen erfahrenen Nutzern zugute. Zusammengefasst ist n8n gebaut für Entwickler, während Make gebaut für Power-User ist – sprich: Make ermöglicht schneller Ergebnisse ohne Coding, n8n verlangt ggf. mehr Zeitinvestition, liefert dafür aber langfristig mehr Flexibilität.

Geschwindigkeit der Umsetzung

In puncto Time-to-Automation ist Make meist im Vorteil. Ein nicht-technischer Nutzer kann oft innerhalb kurzer Zeit eine funktionierende Make-Szene zusammenklicken (z. B. ein Lead-Nurturing-Workflow in unter einer Stunde). n8n benötigt initial oft mehr Konfiguration und Tüftelei – dafür vermeidet man langfristig Workarounds. Ein Pro-Tipp aus der Praxis lautet: “Zapier/Make’s 5-Minuten-Setup vs. n8n’s 2-Stunden-Setup ignoriert die 20+ Stunden, die man im nächsten Jahr mit den Limits der einfacheren Tools verbringt”. Entsprechend lohnt sich der Mehraufwand bei n8n vor allem dann, wenn die Automatisierung komplex wachsen könnte.

Anzahl und Vielfalt der Integrationen

Ein entscheidender Faktor für Automatisierungsplattformen ist die Verfügbarkeit von vorgefertigten Integrationen (Connectors) für verschiedene Anwendungen.

Make

Hier hat Make klar die Nase vorn in Bezug auf schiere Menge. Der Dienst bietet über 2.000 bis 3.000 vorgefertigte App-Integrationen (Stand Mitte-2020er). Offizielle Angaben sprechen von rund 2.800+ unterstützten Apps aus allen möglichen Kategorien – von CRM, Marketing, E-Commerce über Datenbanken bis hin zu Social-Media-Tools. Praktisch alle gängigen SaaS-Dienste sind bereits als Modul vorhanden, sodass man sie direkt auswählen und verbinden kann. Diese hohe Abdeckung macht es wahrscheinlich, dass ein gewünschtes System bereits als fertige Integration existiert. Sollte dennoch einmal ein exotischer Dienst nicht dabei sein, bietet Make ein generisches HTTP-Modul, mit dem man API-Aufrufe an beliebige URLs durchführen kann. Zudem gibt es ein Entwickler-SDK, um eigene Make-Apps (Custom Connectors) zu erstellen – dies erfordert aber Programmieraufwand und ist eher für Partner/Profis gedacht als für Endnutzer.

n8n

Die offizielle Zahl der integrierten Nodes in n8n liegt (Stand 2025) bei etwa 350 bis 400 unterstützten Apps. Damit hat n8n zwar deutlich weniger out of the box Integrationen als Make, allerdings sollte man diese Zahl in Kontext setzen: Da n8n Open Source ist, existiert eine große Anzahl an Community-Erweiterungen und benutzerdefinierten Nodes. Insgesamt sind mittlerweile über 1.000 Integrationen verfügbar, wenn man die von der Community entwickelten Pakete mitzählt. Außerdem kann n8n – ähnlich wie Make – mit generischen Nodes praktisch jedes System ansprechen, das eine API bietet. Über HTTP-, GraphQL- und gängige Datenbank-Nodes lassen sich auch nicht offiziell unterstützte Dienste anbinden. Dieser Ansatz (“Missing an integration? Use HTTP node + custom code = unlimited connections”) bedeutet zwar etwas mehr manuellen Aufwand, gewährt aber prinzipiell unbegrenzte Integrationsmöglichkeiten. Die Vielfalt der Integrationen ist bei beiden Tools groß: Standard-Business-Anwendungen (E-Mail, Tabellen, CRM, Social Media etc.) werden von Make lückenlos abgedeckt. n8n deckt die geläufigsten Tools ebenfalls ab und hat darüber hinaus viele Entwickler-orientierte Nodes (z. B. für DevOps-Tools, Datenbanken, Low-Level-APIs). Wer auf eine sehr spezielle App stößt, hat mit n8n tendenziell mehr Freiheit, selbst einen Connector zu bauen oder vorhandenen Code einzubinden, während man bei Make eher auf offizielle Unterstützung warten muss oder mit dem HTTP-Modul arbeiten kann.

Zusammengefasst: Make bietet die größere fertige Integrationsbibliothek – ideal für Anwender, die ohne Programmierung aus einer Fülle bestehender Verbindungen schöpfen wollen. n8n bietet dafür höhere Integrations-Flexibilität – ideal für technisch versierte Teams, die auch seltene oder interne Systeme anbinden möchten, notfalls mit etwas eigenem Code.

Hosting-Optionen: Self-Hosting vs. Cloud

Die Möglichkeit, eine Automatisierungsplattform selbst zu hosten, spielt für viele Unternehmen (Stichwort Datenschutz und Kontrolle) eine große Rolle. Hier unterscheiden sich n8n und Make deutlich.

n8n

Wurde von Anfang an als self-hostable Lösung konzipiert. Man kann n8n auf dem eigenen Server, in der eigenen Cloud oder sogar on-premise hinter der Firewall installieren. Alle Kernfunktionen stehen in der kostenlosen Community-Edition zur Verfügung, wenn man n8n selbst betreibt. Dies ermöglicht volle Datenhoheit – sämtliche Workflow-Daten bleiben auf der eigenen Infrastruktur, was für datensensible Anwendungen (etwa in Gesundheitswesen, Finanzen, Enterprise mit strikten Compliance-Vorgaben) essenziell sein kann. Neben dem Selbsthosting bietet n8n allerdings auch eine Managed Cloud (SaaS) an, für alle, die den Betriebsaufwand nicht selbst schultern möchten. Diese Flexibilität (wahlweise Cloud oder Self-Hosted) ist ein großer Pluspunkt von n8n.

Make

Ist ein reiner Cloud-Dienst. Alle Workflows (Szenarien) laufen in der Make-Cloud auf den Servern des Anbieters. Es gibt keine Self-Hosting-Version von Make für Endnutzer. Unternehmen, die Make nutzen, müssen also ihre Daten (Zugangsdaten zu verbundenen Apps, übertragene Inhalte etc.) der Cloud von Make anvertrauen. Für die meisten KMUs ist das unproblematisch, zumal Make Server in der EU betreibt (für EU-Kunden) und mit üblichen Sicherheitszertifizierungen arbeitet. On-Premise-Option: Für große Enterprise-Kunden bietet Make eine spezielle Lösung: einen On-Premise Agent. Dieser Agent kann hinter der Firmenfirewall installiert werden, um Zugriff auf interne Ressourcen zu ermöglichen, während die Ausführung der Workflows dennoch in der Make-Cloud bleibt. Das heißt, der Agent fungiert eher als sicherer Brückenkopf für lokale Datenbanken/APIs, aber Make bietet keine vollständige Offline-Betriebsoption.

Fazit Hosting: Wenn Self-Hosting oder vollständige Datenkontrolle ein Muss ist, führt an n8n kaum ein Weg vorbei. n8n erlaubt es, die Plattform in jeder gewünschten Umgebung zu betreiben (eigener Server, VPC, regionale Cloud nach Wahl etc.). Make hingegen ist ideal, wenn man eine wartungsfreie SaaS-Lösung bevorzugt und bereit ist, in der Cloud des Anbieters zu arbeiten. Für die meisten Anwender ist Make’s Cloud-Only-Ansatz vollkommen ausreichend – Firmen mit strengen Compliance-Anforderungen dagegen schätzen oft die On-Premises-Möglichkeit von n8n, um z. B. Daten in einem bestimmten Land/Netzwerk zu halten.

Erweiterbarkeit und Anpassungsmöglichkeiten

n8n

Das offene Design von n8n macht es äußerst erweiterbar. Bereits in der Community Edition kann man eigene Funktionen skripten – der Function Node erlaubt das Ausführen von JavaScript (und via Erweiterungen auch Python) direkt im Workflow. Das bedeutet: Falls ein spezieller Anwendungsfall nicht durch vorhandene Nodes abgedeckt ist, schreibt man einfach einige Zeilen Code, um die Logik umzusetzen. Darüber hinaus gibt es für n8n ein öffentliches SDK, mit dem Entwickler komplett eigene Integrations-Nodes (Plugins) programmieren können. Viele solcher Community-Nodes (für Nischen-APIs oder spezielle Aufgaben) werden frei geteilt und erweitern den Funktionsumfang von n8n kontinuierlich. Auch lässt sich n8n über seine REST-API steuern – z. B. können externe Anwendungen Workflows starten oder neue Credentials via API hinzufügen. Diese API ist bereits ab dem kleinsten Cloud-Tarif nutzbar und in Self-hosted ohnehin offen. Summiert man all das, ist n8n eine Plattform, die Nutzerinnen und Nutzern maximale Anpassung ermöglicht: eigener Code, eigene Module, direkte API-Nutzung und sogar Quellcode-Anpassungen (durch die offene Codebasis) sind möglich.

Make

Make bietet zwar auch gewisse Erweiterbarkeiten, aber restriktiver. Einen beliebigen Code einzubetten (analog zum n8n Function-Node) ist in Make standardmäßig nicht vorgesehen. Nur Enterprise-Kunden haben Zugriff auf eine Custom Functions-Funktionalität, mit der sich maßgeschneiderte Funktionsmodule ausführen lassen. Für normale Nutzer bleibt als Workaround lediglich das HTTP-Modul, um externe Services (die ggf. eigenen Code ausführen) anzusprechen. Immerhin kann man damit z. B. einen eigenen Webhook oder Serverless Function antriggern, um Logik auszulagern – aber direkt innerhalb von Make ist man ohne Enterprise-Plan auf die vorhandenen Bausteine beschränkt. Um eigene Integrationen für Make bereitzustellen, gibt es den Make Developer Hub: Entwickler können mit dem bereitgestellten SDK eigene App-Integrationen (Make-Apps) bauen und über diese Plattform in Make integrieren. Dieser Prozess erfordert jedoch Entwicklungsaufwand und ist nicht so mal eben wie in n8n, wo man z. B. schnell ein bestehendes Node-Paket einbinden oder ein paar Zeilen Code schreiben kann.

API & Webhooks

Beide Dienste unterstützen Webhooks (Eingangs-Trigger via URL) und haben externe APIs. Make erlaubt API-Zugriff auf die Verwaltung (z. B. Szenarien erstellen) allerdings erst ab dem Core-Tarif und mit Rate Limits (z. B. 60 Calls/Minute im Core). n8n bietet eine offene API für Instanz-Verwaltung und ist generell auf API-first-Nutzung ausgelegt, ohne strenge Limitierungen (bei Self-hosting ohnehin unbegrenzt; in n8n Cloud ab kleinsten Plänen verfügbar). Dieser Aspekt ist wichtig, wenn man die Automationsplattform z. B. in eigene Anwendungen einbetten oder CI/CD-Prozesse integrieren möchte.

Zusammengefasst: n8n ist in Sachen Erweiterbarkeit deutlich flexibler – eigene Scripts und Module sind integraler Bestandteil. Make setzt vor allem auf die Vielzahl der vorhandenen Module und weniger auf Benutzer-Erweiterungen; individuelle Logik erfordert hier entweder höhere Pläne oder Umwege. Für ein Unternehmen bedeutet das: Mit n8n kann man spezifische Anforderungen oft direkt selbst umsetzen, während man sich bei Make im Rahmen der gegebenen Bausteine bewegt (was aber in vielen Fällen vollkommen ausreicht).

Community und Support

n8n Community

Durch den Open-Source-Charakter hat n8n eine sehr lebendige Entwickler-Community. Über 40.000 Mitglieder sind im offiziellen Forum aktiv. Benutzer helfen einander bei Problemen, teilen Workflows und veröffentlichen selbst entwickelte Nodes/Plugins. Da n8n quelloffen ist, tragen Community-Mitglieder auch direkt zum Code bei und prägen so die Weiterentwicklung mit. Das n8n-Team selbst ist präsent und bietet im Forum schnellen Rat, es gibt zudem einen Discord-Server für Austausch. Die Kultur in der n8n-Community ist stark auf Teilen von Best Practices und gemeinsames Lösen fokussiert. Für professionelle Ansprüche stehen zusätzlich offizielle Support-Angebote bereit (im Rahmen der Business/Enterprise-Pläne, inkl. SLA). Insgesamt kann man sagen: n8n thrives on community, die aktive Entwicklergemeinde ist ein wesentlicher Vorteil (gleichzeitig braucht man aber ggf. technisches Know-how, um den Community-Input effektiv zu nutzen).

Make Community & Support

Make hat ebenfalls eine offizielle Community-Forum (community.make.com), in der Nutzer Fragen stellen und sich austauschen können. Diese Community ist global und wächst, allerdings weniger Entwickler-getrieben als bei n8n. Viele Anwender sind sogenannte Makers, die Tipps zu bestimmten Szenarien geben. Bei komplizierten oder kritischen Problemen verweist das Make-Team allerdings oft auf den offiziellen Support-Ticket-Weg – sprich zahlende Kunden (v. a. im Enterprise-Plan) erhalten individuellen Support über ein Ticketsystem. Die Dokumentation von Make ist umfangreich, inkl. Tutorial-Videos und Academy-Kurse, was den Einstieg erleichtert. Insgesamt bietet Make eine Mischung aus Peer-Support und offiziellem Support: Für Standardfragen hilft die Community oder Knowledge-Base, bei tiefergehenden Anforderungen gibt es professionelle Hilfe in den höheren Plänen. Die Community-Größe liegt hinter Zapier und n8n, aber dank der breiten Nutzerbasis (viele Business-User) ist dennoch eine Fülle an Ideen und Templates vorhanden.

Kurz gesagt: n8n hat eine hochaktive, entwicklerorientierte Community und profitiert vom Open-Source-Ethos (viele kostenlose Erweiterungen, direkter Draht zu Entwicklern). Make verfügt über offizielle Ressourcen und eine engagierte Nutzergemeinde, die allerdings stärker vom Anbieter moderiert wird und bei Spezialfällen auf offiziellen Support angewiesen ist. Wer gerne in Foren recherchiert und ggf. selbst Lösungen bastelt, findet in der n8n-Community viel Substanz; wer lieber auf klassische Supportwege setzt, findet diese bei Make (im Rahmen von Premium-Plänen).

Typische Zielgruppen

n8n richtet sich vor allem an technische Teams und Entwickler. Das zeigt sich bereits in der Vermarktung als Workflow-Automation für technische Teams. Typische Nutzer sind z. B. Startups und Unternehmen mit eigenen DevOps/IT-Teams, die Automatisierung in ihre Infrastruktur integrieren wollen, Dateningenieure oder Entwickler, die komplexe Integrationen erstellen, oder Enterprise-Kunden mit strengen IT-Vorgaben, die Self-Hosting und Anpassbarkeit benötigen. Durch die Datenhoheit und Erweiterbarkeit ist n8n besonders interessant für Branchen mit Compliance-Anforderungen (Banken, Gesundheitssektor, Behörden), wo man einem Cloud-Dienst weniger Daten anvertrauen möchte. Kurz: n8n’s Best for sind technische Anwender, Entwickler und Unternehmen mit hohem Flexibilitäts- und Kontrollanspruch.

Make zielt auf Power-User in Fachabteilungen sowie KMUs ohne großes Entwicklerteam. Die typische Zielgruppe sind nicht unbedingt Hardcore-Programmierer, sondern technisch affine Business-Anwender – etwa Marketing Manager, Operations-Teams oder Berater, die komplexe Workflows erstellen möchten, ohne Code zu schreiben. Auch Startups und wachsende Unternehmen greifen gerne zu Make, solange ihre Automatisierungsanforderungen im Rahmen der Make-Funktionen lösbar sind. Make wird oft als Upgrade für fortgeschrittene Nutzer von Zapier gesehen – d. h. Leute, die mit einfachen Tools an Grenzen stoßen, aber noch nicht selbst hosten oder programmieren möchten, finden in Make eine leistungsfähigere, aber immer noch No-Code Plattform. Make’s Best for kann man zusammenfassen als Power-User, wachsende Teams und Geschäftsleute, die mehr Kontrolle als Zapier möchten, aber keine eigene Entwicklungsumgebung aufsetzen wollen.

In vielen Unternehmen werden übrigens beide Tools parallel eingesetzt: Fachbereiche nutzen Make für schnelle Lösungen, während die IT/Entwicklung n8n für tiefere Integrationen oder interne Plattform-Automatisierung einsetzt.

(Zitat einer externen Einschätzung: “For teams with technical professionals who need maximum flexibility and self-hosting, n8n is the better choice. In contrast, Make is better for non-technical users who need ease of use and extensive pre-built integrations.”)

Typische Anwendungsfälle

Sowohl n8n als auch Make können prinzipiell ähnliche Arten von Workflows abbilden – von einfachen Zwei-App-Zapier-ähnlichen Aufgaben bis zu komplexen Automatisierungs-Pipelines. Dennoch zeigen sich in der Praxis bestimmte Schwerpunkte und Paradebeispiele für jede Plattform.

n8n – Anwendungsfälle

n8n spielt seine Stärken vor allem in komplexen, maßgeschneiderten Workflows aus, die eventuell interne Systeme oder spezielle Logik einbeziehen. Typische Use Cases sind zum Beispiel:

  • Datenintegration und ETL-Jobs: n8n wird häufig genutzt, um Daten zwischen unterschiedlichen Quellen zu bewegen und zu transformieren. Z. B. könnte ein Workflow regelmäßig Datensätze aus einer internen Datenbank abrufen, mittels eigener Logik anreichern und dann in ein CRM und ein Data Warehouse schreiben – alles innerhalb einer Ausführung. Wenn viele Daten verarbeitet werden (Batch-Prozesse) oder Schleifen notwendig sind, ist n8n durch das eine Ausführung = viele Aktionen Prinzip sehr effizient.
  • IT- und DevOps-Automatisierung: Dank Selbsthosting kann n8n auch innerhalb von Entwicklungs- oder Server-Infrastrukturen eingesetzt werden. Beispielsweise automatisieren einige Teams Deployments, Überwachungs-Tasks oder Backup-Prozesse mit n8n. Die Möglichkeit, Skripte laufen zu lassen und auf interne Tools zuzugreifen, prädestiniert n8n für Technik-nahe Workflows in IT-Abteilungen.
  • Individuelle Geschäftsanwendungen: Unternehmen mit besonderen Anforderungen (z. B. branchen-spezifische Prozesse) nutzen n8n, um eigene Workflow-Apps zu bauen. Da man n8n auch in eigene Anwendungen einbetten kann, wird es teils als Integrations-Backend im Hintergrund verwendet. Ein konkretes Beispiel: Ein Workflow, der bei Eingang eines Leads in HubSpot zusätzliche Informationen aus einer internen Datenbank abfragt, dann via Drittanbieter-API den Lead anreichert und anschließend dem Vertriebsteam auf Slack Bescheid gibt.
  • KI-gestützte Prozesse: Durch aktuelle Erweiterungen (z. B. n8n’s AI-Features) werden auch Workflows möglich, in denen LLMs oder KI-Tools eingebunden sind (z. B. automatisierte Dokumentenanalyse, Antworten durch KI-Agenten basierend auf internen Wissensdatenbanken). Hier kommt n8n zugute, dass man bei Bedarf eigenentwickelte KI-Komponenten anschließen und lokal ausführen kann.

Zusammengefasst wird n8n oft gewählt für schwere Automatisierungen – wenn also große Datenmengen, komplexe Bedingungen oder Integrationen jenseits der Standard-API eine Rolle spielen, oder wenn die Automatisierung tief in bestehende IT-Landschaften integriert werden soll.

Make – Anwendungsfälle

Make wird häufig eingesetzt, um geschäftliche Workflows mit gängigen SaaS-Tools zu automatisieren, vor allem wenn mehrere Apps und Verzweigungen involviert sind. Typische Beispiele:

  • Marketing- und Vertriebsautomatisierung: Ein klassischer Use Case für Make ist etwa, Leads über mehrere Systeme zu pflegen. Beispiel: Wenn ein neuer Lead über ein Webformular (z. B. Typeform) reinkommt, dann füge den Lead zu HubSpot hinzu, versende eine Begrüßungs-E-Mail via Gmail und erstelle eine Benachrichtigung in Slack. Solche multi-step Workflows mit verschiedenen SaaS-Tools sind in Make sehr beliebt – dank vieler Templates geht das oft sehr schnell. Auch Lead-Nurturing oder E-Mail-Marketing Ketten mit Bedingungen (z. B. unterschiedliche Pfade je nach Kundenantwort) lassen sich gut mit den visuellen Routing-Tools von Make umsetzen.
  • E-Commerce und Bestellprozesse: Online-Shops nutzen Make gerne, um Bestellungen und Auftragsdaten zwischen Shop-System, Datenbank, Buchhaltung und Fulfillment zu synchronisieren. Ein Beispiel: Wenn eine neue Bestellung in Shopify eingeht, dann aktualisiere den Lagerbestand in Airtable, erstelle eine Rechnung in Xero und sende dem Kunden eine Versandbestätigung per Gmail. Make kann solche Abläufe mit zig Schritten abbilden. Komplexere Logik, wie z. B. wenn Bestellwert größer als X, schicke zur manuellen Prüfung, kann man über Router realisieren.
  • Berichtswesen und Datenaggregation: Make’s Fähigkeit, Daten aus verschiedenen Quellen abzurufen und zusammenzuführen, wird oft genutzt, um automatisierte Berichte oder Zusammenfassungen zu erstellen. Etwa könnten täglich Daten aus Google Analytics, einem CRM und Social-Media-Stats geholt, aggregiert und als Bericht per E-Mail versandt werden. Ein Nutzerbericht beschreibt z. B. ein Szenario, in dem Make Texte aus verschiedenen Quellen sammelte und in einem formatierten Dokument zusammenstellte – etwas, das ohne Code machbar war, während es in anderen Systemen erhebliche Programmierung erfordert hätte.
  • Team-Kollaboration und Benachrichtigungen: Viele nutzen Make für die klassische Glue-Work zwischen Apps: Wenn in Tool A etwas passiert, aktualisiere Tool B und informiere Teammitglied C. Zum Beispiel: Ein Support-Ticket wird in Zendesk hochpriorisiert => erstelle automatisch eine Aufgabe in Asana und ping das Team in Microsoft Teams. Solche orchestrierenden Aufgaben erledigt Make zuverlässig und mit weniger Limitierungen als einfachere Tools.

Insgesamt glänzt Make bei multi-step, multilateral integrativen Workflows, die ohne Programmierung realisiert werden sollen – insbesondere in Bereichen wie Marketing, Vertrieb, Kundenservice und Operations, wo oft mehrere SaaS-Tools im Einsatz sind und automatisiert zusammenarbeiten sollen.

Vergleich n8n vs. Make auf einen Blick

Kriteriumn8n (Open-Source)Make (Make.com)
HostingFlexibel: Self-Hosted (eigener Server) oder Cloud. Volle Datenkontrolle bei Self-Hosting.Cloud-Only (SaaS). On-Prem-Agent nur für Enterprise (Ausführung bleibt in Cloud).
LizenzSource-available (Fair-Code), Community Edition frei nutzbar.Proprietäre SaaS-Plattform (Cloud-Service).
BenutzerfreundlichkeitModerate Lernkurve; für technische Nutzer designt (Konzept von Nodes, Code, etc.). UI modern, aber Know-how erforderlich.Visuelle Oberfläche, relativ einsteigerfreundlich; für Power-User/Berufsanwender mit etwas Einarbeitung geeignet. Intuitive Canvas-Darstellung.
IntegrationenRund 350+ offizielle Nodes, 1000+ mit Community. Erweiterbar via API/HTTP auf beliebige Services.2.000–3000+ Apps integriert. Breite Abdeckung gängiger SaaS (CRM, Marketing, etc.). Fehlende Apps via HTTP oder SDK integrierbar.
ErweiterbarkeitSehr hoch: Beliebiger JS-Code in Workflows; Custom Nodes/Plugins durch offene API und Community. REST-API zur Instanzsteuerung.Begrenzt: Keine Code-Nodes (außer Enterprise-Funktion). Erweiterungen über offizielles SDK möglich, aber aufwändig. Standard-Modulangebot als Hauptumfang.
PreismodellCommunity Self-Host gratis; Cloud: Abrechnung pro Workflow-Ausführung (unbegrenzt Schritte). Günstig v. a. bei komplexen Workflows.Free-Tier (1000 Ops/Monat) und Paid ab 9 Dollar; Abrechnung pro Operation/Modul. Günstig für einfache Abläufe, teurer bei vielen Schritten.
Typ. ZielgruppeEntwickler, Admins, technische Teams, die maximale Kontrolle und Anpassbarkeit brauchen. Unternehmen mit IT-Ressourcen, Self-Hosting-Wunsch oder Spezialanforderungen.Nicht-technische Power-User, Fachabteilungen (Marketing, Ops etc.). KMUs und Teams, die schnelle Automatisierung ohne Coding wollen.
Use-Case SchwerpunkteKomplexe, individuelle Workflows: z. B. Datenpipelines, interne Tool-Integrationen, code-intensive Automationen, self-hosted Prozesse (mit hohem Datenschutzbedarf).Multistep-Business-Workflows: z. B. Lead-/E-Commerce-Prozesse, bereichsübergreifende SaaS-Automatisierung (Marketing zu Sales zu Support), visuelle Prozessmodelle ohne Code.
Community & SupportGroße Open-Source Community (40k+); schnelle Hilfe im Forum, viele Community-Builds. Offizieller Support für zahlende Kunden, Entwickler-Network.Wachsende Nutzer-Community, viele Tutorials. Offizieller Support insb. in höheren Plänen (Tickets, 24/7 in Enterprise). Wissen eher zentral vom Anbieter.

Zusammenfassung: Welche Plattform für wen?

Kurz gesagt: n8n eignet sich am besten für technisch orientierte Anwender und Unternehmen, die maximale Flexibilität, Erweiterbarkeit und Datenkontrolle benötigen, während Make ideal ist für Power-User und Teams, die schnell und ohne Programmierung komplexe Workflows bauen wollen, und dabei von einer großen Auswahl fertiger Integrationen profitieren.

Wann n8n besser ist

Wenn dein Team Entwickler oder technisch versierte Mitglieder hat und du Workflows sehr fein anpassen oder in die eigene Infrastruktur integrieren möchtest, ist n8n die richtige Wahl. Es spielt seine Stärken aus, sobald Speziallogik oder Self-Hosting ins Spiel kommt – z. B. bei streng vertraulichen Daten, die nicht in einer fremden Cloud liegen dürfen, oder bei Workflows, die ohne Coding nicht umsetzbar wären. Auch bei hohem Automatisierungsvolumen (tausende Runs) punktet n8n durch das kosteneffiziente Modell und die Option, es selbst zu betreiben. Kurz: n8n ist das Developer’s Dream, wenn langfristig komplexe Anforderungen und Skalierbarkeit wichtiger sind als sofortige Einfachheit.

Wann Make besser ist

Wenn du oder dein Team keine Programmierer seid und schnell Resultate sehen wollt, bietet Make einen leichteren Einstieg. Es ist oft die bessere Wahl, um fachliche Workflows eigenständig umzusetzen, z. B. Marketing-Automationen oder Vertriebs-Prozesse, bei denen viele Standard-Tools verknüpft werden. Make erfordert weniger technisches Setup (kein Server nötig, alles läuft in der Cloud) und die visuelle Aufbereitung beschleunigt die Entwicklung erheblich. Nicht-technische Teams können mit Make komplexe Abläufe meistern, für die sie in n8n evtl. einen Entwickler bräuchten. Auch wenn extrem viele verschiedene SaaS-Apps gebraucht werden, ist Make durch seine riesige Bibliothek im Vorteil. Kurz: Make ist perfekt, wenn Usability und schnelles Prototyping wichtiger sind als volle Kontrolle – es democratizes automation by providing accessibility and ease of use for everyone.

Schlusswort

Beide Plattformen haben ihre Daseinsberechtigung und ergänzen sich bisweilen. Einige Experten empfehlen sogar einen Hybrid-Ansatz: Schnell mit Make kleine Automationen starten und Erkenntnisse sammeln, und für die großen, kritischen Workflows später auf n8n migrieren. Welches Tool das richtige ist, hängt letztlich von deinen aktuellen Anforderungen und Ressourcen ab. Im Zweifel lohnt es sich, beide auszuprobieren – dank kostenloser Optionen (n8n Community, Make Free Plan) kann man risikofrei testen, welche Plattform besser zum Team passt. Oft zeigt sich: Die beste Automatisierungsplattform ist die, die dein Team tatsächlich nutzt. Entscheide dich also für die Lösung, die deinem Fähigkeitsprofil und Anwendungsfall heute am ehesten entspricht – weiterentwickeln kann man sich immer noch, wenn die Anforderungen wachsen.

Quellen: Offizielle Produktdokumentationen und -Websites sowie Vergleiche auf Tech-Blogs wurden herangezogen, u. a. n8n (Dokumentation, Blog), Make (Website), sowie unabhängige Gegenüberstellungen aus 2024/2025. Diese liefern die Faktenbasis zu Funktionsmerkmalen, Pricing und Einsatzszenarien.